Wer liest hier eigentlich?

Am 6. Februar 2026 ist diese Seite online gegangen, geboren aus Neugier und Spaß. Wie viele Texte es einmal werden würden, hatte ich damals nicht im Blick. Heute stehen hier rund 180 Beiträge. Nach sieben Monaten möchte ich einen offenen Blick hinter die Kulissen geben. Dazu gehören die Zahlen, ein kleines Experiment, ein Fehler aus eigener Hand und das, was mich an diesem Projekt am meisten freut.

Ein kleines Experiment

Diese Seite ist für mich zu einem guten Teil ein Experiment. Es geht mir eben nicht um eine perfekt optimierte Seite, dafür müsste ich deutlich mehr Zeit in Suchmaschinenoptimierung stecken, als ich es tue. Mich interessiert, wie Webseiten in den Jahren 2026 und 2027 überhaupt noch gefunden und gelesen werden. Ich bin überzeugt, dass sich die Sichtbarkeit von Webseiten durch KI gerade stark verändert. Mit einer eigenen Seite kann ich diese Veränderung aus nächster Nähe beobachten.

Zu diesem Experiment gehört eine bewusste Entscheidung. Von April bis Juni habe ich einige Beiträge zusätzlich auf LinkedIn geteilt, was an einzelnen Tagen zu deutlichen Ausschlägen geführt hat. Im August und September habe ich darauf ganz bewusst verzichtet. Ich wollte sehen, wie sich die Seite aus eigener Kraft entwickelt, ohne dass meine Follower auf LinkedIn die Zahlen mit anschieben.

Die Entwicklung in Zahlen

Der Start verlief langsamer, als die Rohdaten vermuten lassen. Im Februar und März habe ich das System ausgiebig auf Barrierefreiheit getestet, wofür die Seiten vielfach aufgerufen wurden. Die wenigen Tage mit auffällig hohen Werten gehen deshalb auf meine eigenen Tests zurück. Ohne diese Ausreißer bleiben für die ersten gut drei Wochen rund 660 Aufrufe, für den März etwa 530 und für den April knapp 900. Im Schnitt sind das zwischen 17 und 30 Aufrufe am Tag, ein ruhiger Anfang, in dem ich vor allem geschrieben und wenig darüber gesprochen habe.

Ab Mai stieg die Kurve deutlich an, von rund 2.800 Aufrufen im Mai über gut 3.000 im Juni bis auf knapp 3.500 im Juli. In diese Zeit fallen die LinkedIn-Beiträge, die an einzelnen Tagen für Spitzen gesorgt haben. Spannender finde ich, was danach geschah. Obwohl im August und September keine Impulse mehr von LinkedIn kamen, wuchs die Seite weiter. Ohne die Fehlerseiten, auf die ich weiter unten zurückkomme, lag der Durchschnitt im August bei rund 150 Aufrufen am Tag und im September bei knapp 200. Gegenüber dem Frühjahr ist das ungefähr das Siebenfache.

Ein Wert blieb in dieser ganzen Zeit relativ stabil, nämlich jener der Startseite. Sie wird seit Mai Monat für Monat zwischen 550 und 630 Mal aufgerufen. Das Wachstum kommt damit fast vollständig über die einzelnen Beiträge, die Leserinnen und Leser offenbar gezielt ansteuern, ohne den Weg über die Startseite zu nehmen.

Was gelesen wird

Viele Beiträge werden Monat für Monat in einer ähnlichen Größenordnung aufgerufen, während manche Themen nur auf eine Handvoll Aufrufe kommen. Aufschlussreich sind deshalb vor allem die Texte, die sich deutlich nach oben abheben. Hier zeigt sich ein klares und für mich interessantes Schema.

Der stärkste Schwerpunkt liegt beim Themenfeld Vermögen, Unternehmen und Nachfolge. Die Beiträge zur Stiftungsgründung und Wahl der Rechtsform, zur Unternehmernachfolge und zu Familienunternehmen in Krisen gehören seit dem Start fast jeden Monat zu den meistgelesenen Texten und kommen seit Februar jeweils auf rund 280 Aufrufe. Der Text zur Gesellschaft mit gebundenem Vermögen hat diese Größenordnung in nur drei Monaten nahezu erreicht. Beruflich beschäftigt mich dieses Feld derzeit kaum noch. In den vergangenen Jahrzehnten habe ich dagegen sehr viel darin gearbeitet. Vielleicht schreibe ich gerade deshalb so gern darüber, weil ich im Alltag nur noch selten damit zu tun habe.

Einen zweiten Schwerpunkt bilden mein Engagement und die persönlichen Seiten. Die Übersicht zu meinem Engagement kommt seit dem Start auf rund 300 Aufrufe. Fast ebenso gefragt ist der Selfcheck, mit dem Organisationen ihre eigene Satzung darauf prüfen können, wie gut sie gegen extremistische Einflüsse geschützt ist. Dazu kommen die Randnotizen, die Texte zum Jugendhilfeausschuss und zum JAEB sowie Beiträge wie „Vater und Sohn“ oder der „Mosaiklebenslauf“. Viele Leserinnen und Leser interessieren sich offenbar dafür, wer hinter den Texten steht und wofür er sich einsetzt.

Der dritte Schwerpunkt liegt bei KI, Führung und Veränderung. Diese Texte laufen weniger gleichmäßig, haben dafür aber deutliche Spitzen. Im August wurde der Beitrag zur vergleichenden KI-Einführung in Kirche, Wirtschaft und Verwaltung über hundert Mal aufgerufen, der Text darüber, was ein KI-Agent eigentlich ist, fast sechzig Mal. Bei den Führungsthemen stachen im Sommer „Empowering“ und „Vom Experten zur Führungskraft“ hervor. Die kirchlichen Beiträge laufen verlässlich, allen voran der Text zum Kirchenjuristen, ragen aber seltener heraus.

Was Google verrät

Deutlich verbessert hat sich die Auffindbarkeit über Google. Im April kamen rund 50 Personen über die Google-Suche auf die Seite. Danach wuchs die Zahl langsam und stetig über 65 im Mai und 78 im Juni auf 90 im Juli. Im August sprang sie auf 150 und im September waren es bis zum 24. bereits 260. Dieser Sprung fällt genau in die Monate, in denen ich auf LinkedIn verzichtet habe.

Für eine so junge Seite wirken schon die 50 Besucher im April erstaunlich viele. Die Erklärung liegt in der Suche nach meinem Namen, über die ein großer Teil dieser Besucher kommt. Zum Start standen bei dieser Suche noch LinkedIn und Xing ganz oben. Inzwischen steht diese Seite an erster Stelle, begleitet von mehreren Unterseiten wie der Seite „Jurist“, die ohnehin gern aufgerufen wird. Mein Name wird in den vergangenen Monaten allerdings kaum häufiger gesucht als zuvor. Diese Grundlast dürfte deshalb recht gleichbleibend bei etwa 30 bis 60 Besuchern im Monat liegen. Was darüber hinausgeht, kommt über Themen.

Genau dort zeigt sich die eigentliche Entwicklung. Nach Abzug dieser Grundlast fanden im Juli erst etwa 30 bis 50 Menschen über ein Thema zu mir. Im August waren es grob gerechnet rund hundert und im September bis zum 24. bereits rund zweihundert. Ein einzelner Beitrag sticht dabei klar heraus. Der Text über die Gesellschaft mit gebundenem Vermögen bringt mit Abstand die meisten Besucher über Google auf die Seite. Dahinter folgen fünf oder sechs Beiträge, die ordentlich laufen, an diesen einen aber nicht annähernd herankommen. Dass gerade dieses Thema der erste Besuchermagnet wird, damit habe ich wirklich nicht gerechnet. 

Ein Fehler aus eigener Hand

Seit August taucht in der Statistik eine Seite weit oben auf, die dort eigentlich nichts zu suchen hat, nämlich die Fehlerseite 404. Im August wurde sie 378 Mal aufgerufen, im September bis zum 24. bereits 1.247 Mal. Das ist rund ein Fünftel aller Aufrufe dieses Monats. Beim genaueren Hinsehen zeigte sich, dass diese Aufrufe fast alle von KI-Bots stammen. Sie steuern Adressen an, die es auf meiner Seite in dieser Form nie gegeben hat, nämlich verkürzte Versionen meiner eigentlichen URLs.

Und wer war schuld, na ich selber! TYPO3 kürzt die Adressen in meiner allgemeinen Trafficübersicht ab. Für die Auswertung meiner Besucherzahlen habe ich vor allem ChatGPT genutzt, parallel dazu Perplexity und seit Kurzem Claude. Ich wollte den Modellen zeigen, welche Bereiche es auf der Seite gibt, damit sie die Aufrufe nach Themen sortieren und mir sagen können, was bei der Leserschaft auf großes Interesse stößt und wo ich mich vielleicht in eine Sackgasse hineinbewege. Dafür habe ich die (verkürzten) ausgegebenen Adressen in die Systeme kopiert. Dass die Modelle diese Adressen daraufhin selbst aufrufen würden, war für mich überhaupt nicht absehbar. Sie landeten auf der Fehlerseite, weil es die Adressen in dieser Form nicht gibt. Den Zahlen nach hat vor allem der Bot von ChatGPT den Großteil dieser Aufrufe verursacht. Die Statistik erkennt Bots zwar recht schnell und zählt nach meinem Verständnis deren ersten Klick. Dieser erste Klick war allerdings häufig genau die verkürzte Adresse, die ich selbst in Umlauf gebracht hatte.

Fehler gehören dazu, wer mit KI arbeitet, verändert mitunter genau die Daten, die er eigentlich nur auswerten wollte. In meinem Fall war es Neugier ohne das Wissen um die Folgen, harmlos zwar, aber lehrreich. In meinem Beitrag über die Tücken von Kennzahlen habe ich beschrieben, wie leicht Zahlen in die Irre führen, deren Entstehung man nicht kennt. Hier bin ich selbst in diese Falle getappt und habe die 404 besonders schön angelegt, damit die Menschen wenigstens einen Mehrwert haben, wenn sie darauf gelangen. Bis heute hat aber scheinbar kein Mensch diese 404 wirklich besucht. 

Zugleich sagt diese Episode etwas über mein eigentliches Experiment. KI-Systeme bleiben längst nicht mehr bei ihrem gespeicherten Wissen stehen. Sobald sie einen Anlass dazu haben, rufen sie Seiten selbst auf und hinterlassen dabei Spuren in jeder Besucherstatistik. Wer heute über die Sichtbarkeit einer Webseite nachdenkt, muss diese neuen Leser mitdenken, die keine Menschen sind und trotzdem darüber mitentscheiden, welche Inhalte am Ende gefunden werden.

Was ich heute anders machen würde

Mit dem Wissen von heute würde ich das Projekt wohl auf mehrere Domains aufteilen. Als ich angefangen habe, konnte ich nicht absehen, dass hier nach sechs Monaten bereits 180 Texte stehen, die vom Stiftungsrecht über Kirche und Mitarbeitervertretung bis zu KI-Governance und Führung reichen. Bis Ende nächsten Jahres dürften es eher 500 sein. Die Zahlen zeigen zudem, dass die Leserinnen und Leser in recht klar getrennten Gruppen kommen, für Vermögen und Nachfolge, für die Person hinter den Texten und für KI und Führung.

Für eigene Domains spricht aus meiner Sicht einiges. Ich gehe davon aus, dass gerade KI-Systeme spezialisierte Fachseiten besser bewerten als Sammelseiten mit vielen unterschiedlichen Themen. Die Navigation ließe sich deutlich einfacher gestalten und jeder Text bekäme leichter den Raum, den er braucht. Verlinken kann man zwischen mehreren Domains trotzdem und nach meinem Verständnis haben Links von einer fremden Domain sogar mehr Gewicht als Verweise innerhalb derselben Seite. Eine Domain kostet zudem fast nichts. Ein nachträglicher Umzug wäre allerdings mit viel Arbeit verbunden, gerade mit Blick auf Sichtbarkeit und Umleitungen. Zudem macht mir das Schreiben derzeit deutlich mehr Freude, als an der Technik zu werkeln und für mehrere Domains jeweils eigene (Whitepaper-)Seiten aufzusetzen. Den Gedanken an spezialisierte Fachseiten möchte ich, wenn denn über ein neues, größeres Projekt verfolgen, auf das ich weiter unten zurückkomme. Hier muss die Struktur den Texten vorerst hinterherwachsen, vor allem über eine stärkere Verlinkung der Beiträge untereinander.

Was keine Statistik misst

Gemessen an großen Portalen ist die Leserschaft dieser Seite überschaubar. Umso mehr freut mich, wie viele Fragen mich über die Seite erreichen und wie viele Hinweise ich bekomme, was sich Leserinnen und Leser künftig wünschen würden. Aus solchen Zuschriften ist der Bereich „Fragen und Antworten“ entstanden. Dort beantworte ich Fragen, die mir tatsächlich gestellt wurden, etwa wie ich mit meinem Lebenslauf zur Kirche gekommen bin oder welche Rolle KI inzwischen in meiner juristischen Arbeit spielt.

Besonders spannend finde ich, dass ich bei der Arbeit immer wieder auf Texte von hier angesprochen werde. Ein Gedanke aus einem Beitrag taucht dann plötzlich in einem Flurgespräch wieder auf, manchmal als Zustimmung, manchmal als Nachfrage und manchmal und das finde ich besonders spannend, als Widerspruch. Eine Frage kehrt dabei regelmäßig wieder, nämlich warum ich eigentlich schreibe. Sie kommt von Menschen, die mich nur privat kennen, von Kolleginnen und Kollegen und ebenso von Personen, die in der Hierarchie über mir stehen. Meine Antwort beginnt meist mit einem Satz, den ich für den prägnantesten und richtigsten halte. Über Dinge nachzudenken, sie aufzuschreiben und sie in einem zweiten Schritt so zu formulieren, als wollte ich sie einer mir unbekannten Person erklären, ist für mich eine Arbeit, die bei mir selbst zu großer Klarheit führt.

Keine dieser Begegnungen erscheint in einer Statistik. Ein Seitenaufruf zeigt nur, dass jemand eine Seite geöffnet hat. Er zeigt nicht, ob jemand den Text zu Ende gelesen, weitergedacht oder in der nächsten Besprechung an ihn gedacht hat. Für mich liegt der Wert dieser Seite in den Gesprächen, die sie anstößt und weit weniger in der Zahl unter dem Strich.

Was ich bisher gelernt habe

Nach sieben Monaten lässt sich die Ausgangsfrage meines Experiments zumindest vorläufig beantworten. Die Seite wächst ohne Beiträge auf LinkedIn weiter. Die Zahl der Menschen, die über ein Thema bei Google zu mir finden, hat sich innerhalb weniger Monate vervielfacht. Gleichzeitig zeigt die Episode mit den Bots, wie selbstverständlich KI-Systeme Seiten inzwischen selbst aufrufen. Sichtbarkeit entsteht damit auf zwei Wegen zugleich, über die klassische Suche und über KI, die Inhalte selbst abruft und weiterverarbeitet.

Übertragbar ist aus meiner Sicht vor allem eine Erkenntnis. Sorgfältig geschriebene Fachtexte werden gefunden, ohne dass man sie bewirbt, dass das in 2026 noch klappt hätte ich ehrlich gesagt gar nicht gedacht. Das gilt für eine private Seite wie diese genauso wie für Unternehmensblogs oder die Webseiten von Organisationen, Stiftungen und Kirchengemeinden. Wer dort regelmäßig fundierte Texte zu den Fragen veröffentlicht, die die eigene Zielgruppe tatsächlich bewegen, baut eine Sichtbarkeit auf, die von keiner Kampagne abhängt.

Die zweite Erkenntnis betrifft die Startseite. Ihre Bedeutung nimmt ab, weil viele Leserinnen und Leser direkt bei einem Beitrag einsteigen. Unterschätzt wird sie trotzdem. Viele Organisationen behandeln ihre Startseite als statische Visitenkarte, dabei kann sie ein Aufhänger sein, der aktiv zum Lesen einlädt. Perfekt ist meine eigene Startseite sicher nicht. Seit ich die Neuigkeiten dort nach oben gezogen habe, finden aber zum Beispiel deutlich mehr Besucher von der Startseite aus zu den neuen Texten.

Wie es weitergeht

Einige Leserinnen und Leser, die mich persönlich kennen, haben angeregt, hier Urteile zu besprechen. Gemeint ist eine kurze Darstellung der Entscheidung und der Schlüssel, die man daraus für die eigene Praxis ziehen sollte. In meinem Kopf ist daraus inzwischen eine größere Idee geworden. Lernen lässt sich aus Urteilen genauso wie aus der Geschichte und ehrlich gesagt lese ich lieber Bücher über Geschichte denn über Jura. Mit dem Text über die Reform der römischen Legion gibt es dafür bereits ein erstes Beispiel, wie so etwas aussehen kann. Mir fallen noch viele weitere historische Situationen ein, die Organisationen heute etwas zu sagen haben. Neugierig bin ich auf Feedback, daher welche historische Situation sollte ich als Nächstes aufgreifen, welches Urteil sollte hier einmal besprochen werden?

In welchem Takt ich weiterschreibe, weiß ich noch nicht. Bei einem anderen Projekt, das 2008 startete, habe ich im Schnitt einen Artikel pro Tag geschrieben und bin erst 2010 unter diesen Schnitt gefallen. Ein solches Tempo wird es hier nicht geben. Dafür gibt es zu wenige Themen, über die ich in dieser Art und Tiefe schreiben könnte.

Diese Seite hat außerdem ein Projekt wieder aufleben lassen, das ich mir bereits in den 2000er-Jahren überlegt hatte, noch vor meinen Abschlüssen. Damals habe ich mir die Domain alleszu.de gesichert, um dort eine Art Wissensdatenbank aufzubauen. Diese Idee reizt mich gerade wieder. Denkbar sind kleine Wissensdatenbanken, etwa zu Gemeinnützigkeit, zu Stiftungen oder zu Familienunternehmen, in die ich Texte von dieser Seite übernehme. Dazu möchte ich Menschen mit fundierten Fachkenntnissen einladen, dort kostenlos eigene Texte zu veröffentlichen, am liebsten als Erstveröffentlichung, gern aber als Zweitveröffentlichung. Das dürfen ausdrücklich Themen sein, mit denen ich selbst bisher nie zu tun hatte, etwa eine Seite über gutes Schreiben oder die Seite eines echten KI-Praktikers, der sich tagtäglich mit KI beschäftigt und Agentensysteme aufsetzt, wie ich es derzeit überhaupt nicht könnte.

Ein zweites Projekt trage ich schon seit rund zwei Jahren im Kopf, einen deutschlandweiten Inklusionskompass. Regionale Angebote dieser Art gibt es inzwischen einige, eine Plattform, die sie verbindet und Familien über Stadtgrenzen hinweg Orientierung gibt, dagegen bislang nicht. Die Projektidee stelle ich in den nächsten Wochen auf einer eigenen Seite ausführlich vor.

Das Experiment ohne LinkedIn werde ich wohl beenden. Schaden kann es der Seite nicht, dort den einen oder anderen Text zu teilen. Alle Beiträge werde ich auf LinkedIn allerdings nicht einstellen, dafür sind es schlicht zu viele und meine Follower würden sich irgendwann langweilen. Teilen möchte ich vor allem die Texte, die mir selbst besonders gut gefallen, gern ebenso solche, die schon zwei oder drei Monate alt sind und dort bislang keine Erwähnung gefunden haben.

Bebildert ist bislang nur ein kleiner Teil der Beiträge, nach meiner Schätzung höchstens jeder zehnte. Sobald ich etwas Luft habe, möchte ich gerade die Texte, die besonders gut gelungen sind oder viel gelesen werden, mit Grafiken und Bildern ergänzen. Dank KI ist das inzwischen mit vertretbarem Aufwand möglich. Bei genau diesen vielgelesenen Texten werde ich mir außerdem die internen Verlinkungen genauer ansehen. Der Aufwand ist überschaubar und der Mehrwert für die Leserinnen und Leser groß, weil sie an einem spannenden Punkt gleich die passenden Anschlussthemen finden.

Mit der wachsenden Zahl an Texten braucht die Seite mehr Orientierung. Geplant sind Themenseiten, auf denen ich die Beiträge eines Bereichs vorstelle, wobei ein Text durchaus in mehreren Bereichen auftauchen darf. Hinzu kommen eine Übersicht über die gesamte Seite und bei jedem Fachtext das Datum der Veröffentlichung und der letzten Aktualisierung, weil gerade bei rechtlichen Themen der Stand eines Textes entscheidend ist. Unter Beiträgen, die meine beruflichen Arbeitsfelder berühren, werde ich künftig ausdrücklich vermerken, dass sie meine persönliche Meinung wiedergeben. Auf der Startseite steht das bereits. Texte werden allerdings gern einzeln weitergeleitet. Dann sollte dieser Hinweis direkt beim Text stehen.

Schließlich möchte ich (immer noch) ein Umfragetool einbauen. Mich interessiert, wer hier eigentlich liest und wie die Leserinnen und Leser ticken. Nur ein kleiner Teil von ihnen spricht mich persönlich auf das Projekt an. Gerade wer über Google kommt, kennt mich vermutlich nicht persönlich. Über genau diese Leserinnen und Leser weiß ich bislang am wenigsten. Bis das Umfragetool steht, interessiert mich schon jetzt eine einfache Frage. Über welches Thema sind Sie auf diese Seite gekommen?

In sieben Monaten ist aus einem kleinen technischen Experiment eine Seite eine geworden, die regelmäßig gelesen wird, zuletzt ganz ohne Rückenwind von LinkedIn. Inzwischen gehe ich davon aus, dass diese Seite bleiben wird, schlicht weil sie mir Freude bereitet!